Tae Kwon Do




Taekwondo (auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do) ist ein südkoreanischer Kampfsport und steht für den Weg von Fuß und Faust.
Obwohl Taekwondo für den Betrachter große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, so unterscheidet es sich doch in einigen wesentlichen Punkten von diesen. Ein wichtiger Unterscheidungspunkt ist der stark ausgeprägte Formenlauf (auch Schattenkampf genannt), in dem insbesondere Stellungen, Bewegungsabläufe und Präzision trainiert werden. Darüber hinaus ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten.

In 2000 Jahren hat sich diese Kampfkunst zu einem Sport entwickelt, der von über 100.000 Sportlern und Sportlerinnen allein in Deutschland ausgeübt wird. Traditionell erlernt der Schüler Bein- („tae") und Arm- („kwon") Techniken, welche er dann beim Formenlaufen (Kampf gegen imaginäre Gegner), beim Wettkampf (Vollkontakt) und beim Bruchtest anwendet.

Einen weiteren wesentlichen Teil nimmt die Selbstverteidigung ein. Die verschiedenen Etappen des Lernprozesses schließen mit der jeweiligen Prüfung ab und werden als farbige Gürtel sichtbar gemacht. Tae-Kwon-Do schult die Motorik, das Konzentrationsvermögen und den Gleichgewichtssinn. Zusätzlich wird die Beweglichkeit verbessert und Muskulatur aufgebaut.



Unser Verein


Die Initiative zur Gründung des TaekwonDo Verein Ji-Do-Kwan Wunstorf e.V., der die koreanische Kampfsportart und Selbstverteidigungsmethode Taekwon-Do vermittelt, ging von dem in Steinhude beheimateten Ulrich Runschke aus.

Mit Unterstützung seines damaligen Ausbilders in dieser Sportart, dem hochrangigen koreanischen Großmeister Lee Bum-le (9.DAN) und dem in Großenheidorn wohnenden Hans-Jürgen Grosche, wurde 1978 die Vereinsgründung vollzogen.

TaekwonDo bedeutet


Tae = Fuß (stellvertretend für Fußtechniken)
Kwon = Faust (stellvertretend für Handtechniken)
Do = Der geistige Weg


Der Vereinsname Ji-Do-Kwan entstammt einer führenden koreanischen Tae-kwon-Do-Schule (Stilrichtung) und wurde auf Empfehlung des Großmeisters Lee Bum-le von dem Wunstorfer Verein gern angenommen. Als erste Trainingsstätte erhielt der Verein die sich noch vor dem Umbau befindliche Halle der Grundschule Steinhude.

Die Zielsetzung der Vereinsführung war und ist, das TaekwonDo in seiner ganzheitlichen Form zu betreiben und zu vermitteln. Dazu muß erklärt werden, daß sich das TKD aus drei grundsätzlichen Teilen zusammensetzt:

1. Formen (ähnlich der Kür im Eiskunstlauf) mit den dazugehörenden Basistechniken

2. Kampf sowohl nach sportlichen Regeln ausgetragen als auch zur Selbstverteidigung

3. Bruchtest auf feste Materialien wie Holz oder Stein, um die erlernten Fähigkeiten zu überprüfen.


Das Vereinskonzept, sich nicht ausschließlich mit dem sportlichen Wettkampf als neue olympische Disziplin zu befassen, hindert jedoch nicht daran, hervorragende Platzierungen auf Landesebene in allen Disziplinen des Taekwon-Do zu erzielen. Auch die Quote der bestandenen Gürtelprüfungen spiegelt die umfassende Vereinsarbeit wieder. Dazu trägt ohne Zweifel auch bei, dass der Vereinsgründer und inzwischen 2.Vorsitzender, Ulrich Runschke, nicht nur Träger des 4.DAN im Taekwon-Do ist, sondern auch Meister in einer weiteren koreanischen Selbstverteidigungsmethode, dem Hapki-Do. Im Laufe der Vereinsgeschichte wurden nicht nur zahlreiche Schüler ausgebildet, vielmehr haben auch etliche Vereinsmitglieder DAN-Graduierungen (schwarzer Gürtel) erreicht und engagieren sich zusätzlich in den Verbänden als Funktionäre. So ist z.B. eine der Trainer der Kinder-/Jugendgruppe, Heidi Nissen, die Jugendreferentin der Niedersächsischen Taekwondo Union.

Die Begeisterung für das Taekwon-Do führte 1985 zu den Überlegungen, diesen Sport mit seinen positiven Auswirkungen auf Körper und Geist auch an den Nachwuchs weiterzugeben. Es wurde eine Kindergruppe ins Leben gerufen, in der ab dem 10. Lebensjahr TKD trainiert werden kann. Seit Januar 2003 konnte das Angebot noch einmal erweitert werden durch die Minis, Kinder ab 6 Jahre.

Die Kindergruppen haben mit ca. 100 äußerst aktiven Kindern einen erfreulichen Umfang erreicht. Die Freude am Betreiben des TKD steht auch hier im Vordergrund. Jedes Kind soll sich nach seinen Möglichkeiten in diesem Sport weiterentwickeln. Der Spaß an der Sache hat aber auch nicht verhindert, daß bereits etliche Medaillen und gute Platzierungen in den Bereichen Formen und Wettkampf voller Stolz vorgezeigt werden können.